Sie befinden sich hier: Home » Newsarchiv > Challenge Roth

Challenge Roth

Als Simon und ich am Rothsee ankommen ist die erste Nervosität bereits wieder vorbei. Die Rennmaschinen sind eingecheckt, der Laufsack abgegeben und Carlo, Corsin, Wolfi und Lieni bereits am See beim Chillen. Carlo schwimmt zur Sicherstellung, dass er noch schwimmen kann 300 Meter im See; Lieni füllt seine Speicher mit Schokoladen Eis während wir Anderen uns darüber unterhalten, was uns am Renntag alles erwarten wird. Nachdem die XXXL Portionen Spaghetti mit und ohne Poulet von unseren Athleten voll und ganz aufgegessen sind und wir Betreuer unsere Speicher ebenfalls noch mit Eis, Kuchen und Apfelküchlein gefüllt haben wird noch eine gefühlte Ewigkeit über die morgendliche Abfahrtszeit diskutiert. Lieni und Carlo, die bereits Erfahrung mit Stau, fast an den Start springen und Gedanken wie: „bereits auf der Autobahn aussteigen und den Rest zu Fuss gehen“ haben, entscheiden sich für eine frühe Abfahrt um 04:30 Uhr. Nach einem gemeinsamen Frühstück um 03:45 Uhr starten wir in den Weltrekord Tag. Für Simon ist die ganze Situation noch ein bisschen unheimlich; er meistert aber alles mit Bravour.  Mit zwei Autos fahren wir also quasi in der Nacht, mit einem Fahrer, der auf einem Auge halb blind ist (Carlo hat seine Kontaktlinse sicherheitshalber hinter das Auge eingesetzt), an den Start. Die Stimmung am Main/Donau Kanal ist schon um 05:15 Uhr gewaltig. Alles ist ganz ruhig und jeder ist mit seinen Gedanken bei seinem Rennen. Die atemberaubende Musik im Hintergrund (Lieni und Corsin hätten zwar lieber ACDC gehört), sorgt bei uns Betreuern für einen ersten „Gänsehautmoment“. Jetzt heisst es für Corina, Simon und mich Baucheinziehen und Ellenbogen raus, denn die Brücke, auf welcher wir die Beste Sicht auf den Start haben ist bereits mehr als überfüllt. Punkt 06:30 Uhr dann der Start zum Rennen. Wolfi geht um 06:45 Uhr, Lieni um 07:00, Carlo um 07:05 Uhr und Corsin um 07:10 ins Wasser. Nach tatkräftigem Anfeuern von Jan Frodeno oder auch Frodissimo  und unserer Schweizerin Daniela Ryf, sowie den hunderten anderen Athleten, kommt bereits Wolfi angefahren und wir können ihn mit viel Geschrei und Hopp rufen auf die 180km lange Strecke schicken. Durch die guten Schwimmzeiten von Lieni und Carlo dauert es nicht lange bis unsere Stimmbänder wieder zum Einsatz kommen. Auch Corsin, der von sich selbst behauptet, Wasserscheuh zu sein, radelt bereits wenige Minuten später an uns vorbei. Jetzt heisst es erstmals Abwarten, Speicher füllen und Daumen drücken. Die Wetterbedingungen sind optimal – bedeckt am Morgen, nicht zu heiss auf dem Velo und Sonnenschein auf der Laufstecke (was vielleicht auch eher uns Betreuern zu Gute kommt). In der Erdinger Powerzone warten wir gespannt auf den ersten Pro Athleten. So schnell wie er kommt, so schnell ist er auch schon wieder an uns vorbei. Wahnsinn dieses Tempo, das Frodeno an den Tag legt und immer noch schneller wird. Nachdem auch Daniela Ryf,  welche später mit über 20 Minuten Vorsprung siegt, an uns vorbei geflitzt ist, wechseln wir den Standort erneut und machen unsere Verpflegungsposten bereit. Ein zweites Paar Laufschuhe für Lieni, einen Bidon für Wolfi, drei schön markierte Fläschchen für Carlo und ein Lächeln für Corsin halten wir bereit. Nachdem alle „unsere“ Athleten das erste Mal verpflegt sind, wechseln wir die Strassenseite und feuern jeden einzelnen Läufer an. Mittlerweile ist Jan Frodeno mit neuer Weltrekordzeit auf der Langdistanz mit 07:35:39 Stunden bereits im Ziel!! WOOW was für eine Zeit und wir sind Live dabei.

Wolfi kommt bereits das zweite Mal bei uns vorbei und hat so „nur“ noch 21 Kilometer vor sich. Lieni immer noch mit Schuhen an den Füssen und ohne das Bedürfnis auf Neue, läuft an uns vorbei und wir warten gespannt auf Carlo. Dieser hat mit Magenkrämpfen zu kämpfen und Corina läuft ein Stück mit ihm mit; nach einer „Lauf- und Liegepause“ rennt er jedoch wieder los und meint: man sehe sich an der Finish Line. Corsin wird mit einem Lächeln für die erste Hälfte des Marathons belohnt und macht sich an zweite und Letzte. Wolfi und Lieni passieren uns auch schon wieder und haben so „nur“ noch 7 Kilometer vor sich – einfach gesagt für uns Zuschauer!! Carlo taucht auch wieder auf und macht einen viel besseren Eindruck; er kann das Tempo nochmals verschärfen. Dasselbe gilt dann auch für uns, wollen wir doch den Zieleinlauf von Carlo und Corsin miterleben. So rennen wir der Strecke entlang Richtung Ziel, um die beiden ins Ziel tragen zu können. Auf dem Rückweg wird dann kurzer Hand noch ein Athlet mit einem „Anti-Krampf-Gel“ von Corina versorgt und wir sprinten weiter. Leichter gesagt als getan bei gefühlten 35 Grad. Aber wir dürfen uns nicht beklagen; wir sind nicht 3.8 km geschwommen, 180 km geradelt und 42.195 km gerannt. Der Schlussspurt von Carlo verfolgen wir im Augenwinkel und wissen dass Corsin bald folgen wird. Ein letztes Mal heisst es HOPP HOPP HOPP und auch Corsin kommt mit einer super Zeit ins Ziel!

 

Jetzt heisst es abermals warten; das Erdinger alkoholfrei, die Massagen, Sandwiches, Pasta und vieles mehr haben sich die Athleten jetzt wirklich mehr als verdient. Carlo stösst als Erster zu uns und erzählt, was er auf den 225.995 Kilometern alles erlebt hat. Die Hochs beim Schwimmen und Radfahren  das Tief beim Laufen und die super Stimmung an der Strecke, alles muss ausgetauscht werden. Kurz danach kommt auch Lieni, Corsin und Wolfi zu uns. Was für ein Gefühl von Freude, Erleichterung und Erschöpfung muss in diesen Köpfen vorgehen. Viel geredet und diskutiert feuern wir zu guter Letzt noch den letzten Athleten an, welcher um 22:50 mit Feuerwerk von den beiden Siegern und einer richtigen Party empfangen wird.  Was für ein wunderschöner langer Tag, was für ein Wettkampf.

 

Danke durfte ich Dank Euch ein Teil von diesem Erlebnis sein. Die Stimmung war nicht nur für Carlo, Lieni, Wolfi, Corsin und die anderen tausenden Athleten atemberaubend sondern auch für uns. Über 260‘000 Zuschauer waren am Streckenrand und feierten die Athleten.

 

Lieni: 10:14:52

Platz 53 in seiner Kategorie

 

Wolfi: 10:22:12

Platz 27 in seiner Kategorie

 

Carlo: 10:43:06

Platz 8 in seiner Kategorie

 

Corsin: 11:20:21

Platz 104 in seiner Kategorie

 

 

Bericht von Nina Meier












Veröffentlicht von: Roland Schaer

http://buy-order-norx.com/metoclopramide-online/ cialis online http://shippingcialis.com/buy-nizoral-online buy valacyclovir online buy rosuvastatin getActive()->id == $menu->getDefault()->id): ?> Buy clomiphene